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Rainer Bartesch, 

geb. 1964 in Haslach / Oberbayern, studierte Horn, Lehramt an Gymnasien sowie Komposition für Film und Fernsehen an der Münchner Musikhochschule. Er arbeitete vier Jahre als Hornist bei renommierten Orchestern wie dem Hessischen und dem Niedersächsischen Staatstheater und der Sächsischen Staatskapelle (unter Giuseppe Sinopoli), bevor er sich für die Komponisten- und Dirigentenlaufbahn entschied.
Das kompositorische Schaffen von Rainer Bartesch zeichnet eine große stilistische Bandbreite aus. Sie reicht von traditioneller, klassischer Musik bis hin zu neuen, experimentellen (Raum-) Klangkonzepten, von Pop- bis Beatmusic, von Musik mit Bezügen zum lateinamerikanischen, arabischen, persischen oder indischen Kulturkreis, bis zu den verschiedensten Spielarten des Jazz.

Aus der Vielzahl seiner Werke seien an dieser Stelle herausgegriffen: das zweieinhalbstündige Festspiel „Königliche Träume“, das orchestrale „Magnificat in modo moventium picturarum“ (erster Preis des Kompositionswettbewerbs des Bayerischen Rundfunks für neue, sakrale Musik 2007), das Familienmusical „Ristorante Allegro“, entstanden 2001 im Auftrag der Münchner Philharmoniker in Zusammenarbeit mit dem Autorenduo „Sternschnuppe“.

Einen beträchtlichen Raum im Schaffen von Rainer Bartesch nehmen mittlerweise seine über neunzig Filmmusiken ein. Mit dem Soundtrack zu „Erntedank – ein Allgäukrimi“ errang er 2009 den hoch dotierten Rolf-Hans Müller Preis für Filmmusik.

Die meisten seiner Werke ermöglichen den Spielern und Zuhörern einen direkten emotionalen Zugang und haben aber aufgrund ihrer mehrdimensionalen Struktur auch genügend kompositorische Substanz für einen kritischen, analytischen Blick.
in den letzen Jahren hat sich Rainer Bartesch neben seinem filmmusikalischen Schaffen wieder vermehrt dem Alphorn zugewandt und einige herausragende Werke dafür geschrieben. Erst diese weltweit einzigartigen, maßgeschneiderten Kompositionen machen es möglich, das Alphorn als erstaunlich vielseitiges Soloinstrument in klassischen Konzerten zu erleben.

Beim Konzert der Collegia Musica Chiemgau wird das „Alphorn-Capriccio“ zum ersten Mal in der eigens für dieses Konzert geschaffenen Fassung erklingen.